Auf der Suche nach einer geeigneten Tagescreme bist du sicher schon mal über das Thema Sonnenschutz gestolpert und hast darüber gelesen, wie gefährlich die Strahlung für deine Haut ist und, dass du sie immer mit einer Tagescreme mit Lichtschutzfaktor schützen solltest. Warum das eigentlich gar nicht so gut ist und gravierende Auswirkungen haben kann, erklären wir dir in diesem Artikel.

Schon seit langer Zeit gelten UVA und UVB Strahlung als gesundheitsschädlich und geradezu verantwortlich für die Entstehung von weißem Hautkrebs. Wissenschaftler fanden jedoch heraus, dass die UVA Strahlung, aber auch besonders die UVB Strahlung auch wichtige Funktionen in unserem Körper anregt. Unter anderem die Bildung von Vitamin D, einem Vitamin, welches eigentlich keines ist. Vitamin D wird, ausgelöst durch die UVB Strahlung, in der Haut hergestellt und ist eigentlich ein Hormon, welches an Funktionen in jeder Zelle des Körpers beteiligt ist. Unter anderem am Immunsystem. Vitamin D ist also keine optionale Nahrungsergänzung sondern, wenn auch nicht direkt, denn ein Mangel per se ist nicht tödlich, eine lebenswichtige Substanz. Jeden Tag werden sehr viele Einheiten davon für verschiedene Prozesse im Körper verbraucht. Wenn also nicht genügend Vitamin D zur Verfügung steht, so funktionieren körpereigene Schutzmechanismen nicht mehr und chronische Krankheiten werden begünstigt.

Es ist wissenschaftlich durch quantitative und qualitative Studien erwiesen, dass das Vitamin gegen bestimmte Krebsarten vorbeugend wirken kann. Dazu gehört – ironischer Weise – auch der weiße Hautkrebs. Aber nicht nur der: Auch bei vielen anderen bösartigen Tumoren konnte eine Vorbeugung bzw. Besserung durch UVB Strahlung, bzw. durch das konsekutiv entstandene Vitamin D, festgestellt werden. Dies wurde zum Beispiel bei Brust-, Darm-, Eierstock- und Prostatakrabs beobachtet.(vgl. Moukayed & Grant, 2017)

Schön und gut, aber sind wir nicht alle genügend Sonnenlicht ausgesetzt?

Nein, dem ist leider nicht so. Gesellschaftlich bedingt, haben die meisten von uns einen echten Mangel – und das im Winter noch mehr als im Sommer. Woran liegt das?

Zum einen haben wir uns zu einer Indoor-Gesellschaft entwickelt, die enorm viel Zeit ihres Tages drinnen verbringt. Sei das nun im Büro, in der Lagerhalle oder in der Schule. Dadurch kann der Körper in dieser Zeit ohnehin kaum Sonnenlicht aufnehmen und kein Vitamin D produzieren. Dazu kommt noch, das nur das Sonnenlicht zwischen 10/11 Uhr und 15/16 Uhr im Sommer intensiv genug ist, um die Bildung wirklich anzuregen. Davor und danach steht die Sonne zu niedrig und im Winter sowieso – kein Effekt. Und genau zu dieser Kernzeit arbeiten auch die meisten Menschen.

Weiterhin ist Kleidung ein wichtiger Faktor. Wenn man sich den ganzen Tag an vielen Körperregionen bedeckt hält, dann kann ebenfalls keine Vitamin D Produktion stattfinden. So herrscht auch in wärmeren, sonnenintensiveren Regionen aufgrund von bedeckender Kleidung oft ein Vitamin D Mangel, obgleich der Ortsfaktor die Produktion eigentlich begünstigen würde.

Zudem wurde uns leider geradezu Angst vor der Sonne gemacht. Sie löst ja schließlich Krebs aus. Bevor wir also raus gehen, cremen wir uns ein. Am besten mit hohem Lichtschutzfaktor. Genau das ist jedoch fatal für die Vitamin D Bildung. Denn wenn die Strahlung abgeblockt wird, ist diese nicht möglich. Mit einem Lichtschutzfaktor 50 sprechen wir hier schon von einer Hemmung der Bildung von etwa 99 %. Dass dies eigentlich die Entstehung von bösartigen Tumoren und deren Metastasierung begünstigt, wurde ja nun schon mehrfach erwähnt.

Schadet Sonnencreme also mehr als sie nutzt?

Jein, denn prinzipiell hat der Schutz vor der Sonne bei direkter Aussetzung, sprich beim Sonnenbaden, durchaus seine Berechtigung. Zu hohe LSF und zu viel „des Guten“ ist aber häufig unnötig. Nicht nur, weil wir eigentlich schon einen Sonnenschutz in der Haut haben, nämlich die Bräune, sondern auch, weil man sich damit nichts Gutes tut. Man sollte der Haut auch die Chance geben, der Strahlung ausgesetzt zu werden und somit die Vitamin D Tanks zu füllen.

Im Sommer sollte man möglichst lange warten, bevor man den Sonnenschutz aufträgt und wenn, dann einen sehr niedrigen LSF benutzen. Aus den wissenschaftlichen Erkenntnissen ist auch schon zu erahnen, dass Tagescremes mit LSF, die meist tagtäglich schon morgens aufgetragen werden, nicht unbedingt empfehlenswert sind.

Wenn ihr also wirklich etwas Gutes für eure Haut und besonders eure Gesundheit tun wollt, dann übertreibt es nicht mit dem Sonnenschutz und kümmert euch um euren Vitamin D Haushalt!

Nicole Haugg

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